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Frankreich 4.7.2009 bis 23.07.2009 Da ich mich der Rhone entlang nach Süden bewegen will, fahre ich mit dem Bus von Genf nach Chancy, da dieser Ort an der Rhone und an der Grenze zu Frankreich liegt. In Genf habe ich keine Wanderkarte für diese Gegend erhalten, also wandere ich munter drauf los immer dem Fluß entlang. Aber irgendwie will mir das nicht so ganz gelingen, denn die Rhone ist hier nicht überall begehbar. Irgendwann komme ich dann in der Stadt Valleiry heraus, kein Hotel und kein Campingplatz ist in Sicht. Der nächste Campingplatz ist ca, 20 Km entfernt in Chene-en-Semine und 20 km laufen das schaffe ich heute nicht mehr. Also erinnere ich mich an alte Zeiten der Fortbewegung und Trampe. Das klappt ja wunderbar bis Carafond, den Rest laufe ich dann noch. |
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Nach Seyssel, meinem nächsten Ettapenziel muß ich wieder der Straße entlang laufen. Auf dem Weg schwöre ich mir, ein Fahrrad zu kaufen und weiter zu fahren. Als ich am Abend noch ein Spaziergang durch Seyssel mache und dieses nette Städtchen besichtige, sehe ich doch tatsächlich das Pilgerzeichen. Also wird ab morgen auf den Spuren des hl. Jakobus gepilgert. |
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In der Touristeninformation in Seyssel bekomme ich eine Wanderkarte und sehe dass der Pilgerweg entlang des GR 65 verläuft und hervorragend ausgeschildert ist. Verlaufen ist nicht möglich, es befindet sich an jeder Weggabelung eine Jakobsmuschel die die Richtung angibt. |
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Es regnet am Morgen immer wieder, sodass ich erst um 11 Uhr aufbrechen kann. Zunächst geht es an der Rhone entlang dann hinauf in die Weinberge, durch verschlafene Dörfer in denen es scheint als sei die Zeit stehen geblieben. Immer wieder eröffnen sich Blicke auf das Tal, Eine schöne Wanderung durch die Weinberge der Savoie und ein schöner Tag, ich übernachte in Yenne. |
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Von Yenne nach St-Genix-sur-Guiers ist es eine Riesenetappe von 26 km, da ich von Campingplatz zu Campingplatz gewandert bin. Das werde ich nicht mehr machen, lieber übernachte ich wieder irgendwo auf einer Wiese, denn leider verliere ich dabei die Schönheit der Landschaft völlig aus den Augen und es geht mir nur noch ums Ankommen. Genau das möchte ich vermeiden, denn der Weg soll auf meiner Reise das Ziel sein. Am nächsten Tag bin ich so erledigt, dass ich eine Pause brauche. |
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Endlich treffe ich auf einige Mitpilger, eine Schweizerin, die aber wieder nach Hause fährt da sie jedes Jahr eine Woche auf dem Jakobsweg läuft. |
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Das sind Wege die eine besondere Massage für die Reflexzonen sind. Derer gibt es gar viele in dieser Gegend. Bei 30 Grad und wenn am Abend die Füße weh tun, ist es keine besondere Freude über diese Steine zu laufen. |
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Nach zwei Tagen Regenpause wandere ich nach Saint-Antoine lÀbbeye. Das ist ein mittelalterliches Dorf das unter Denkmalschutz steht. In der sehenswerten Abtei werden die Reliquien des Heiligen Antonius aufbewahrt. |
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Der Heilige Antonius ist der Urvater der Mönche. Er wurde im Jahr 251 in Ägypten geboren und starb im Alter von 105 Jahren. Er war ein Einsiedler und pflegte sein Leben lang kranke. Seine Reliquien wurden im Jahr 1070 von einer Pilgerreise aus Konstantinopel in das Dorf Motte Aux Bois gebracht, dessen Name in Saint-Antoine geändert wurde. Saint-Antoine ist heute ein bekannter Pilgerort, den es zu besuchen lohnt. Die Abteikirche stammt, mit den vielen architektonischen Details, aus dem Mittelalter im Gothischen Trent. Das Dorf mit den engen Gassen ist nicht groß aber sehenswert. |
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Das Wasser in diesem Brunnen soll eine heilende Wirkung haben. Es ist nicht zum trinken sondern zum einreiben. Nachdem ich meine Füße damit eingerieben habe, konnte ich wieder weiter marschieren. |
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In der Umgebung werden Wahlnüsse angebaut, auf dem Weg findet man auch alte Kapellen. In der ganzen Gegend gibt es kein Campingplatz deshalb miete ich ein Zimmer und schlafe seit Langem mal wieder in einem Bett. |
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Ein langer Wandertag, an dem ich immer mal wieder die Rhoneapls und die davor liegende hügelige Landschaft bewundern kann, führt mich nach Saint Donat auf einen Campingplatz. Immer schön in der Spur bleiben |
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Aarles liegt an der Rhone, ist Flächenmäsßg die größte Gemeinde Frankreichs, ist ca. 25 km vom Mittelmeer entfernt, historisch sehr interessant und liegt am Jakobsweg nach Santiago de Compostela. |
| Ein sehr schöner Kreuzgang, zwei Seiten sind im romanischen, zwei Seiten im gothischen Stil. |
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| Begräbnisstätte |
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| Die Arena, auch heute werden hier noch Stierkämpfe ausgetragen. |
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Nach diesem Eintauchen in die Vergangenheit wird es für mich Zeit, mich um meinen zukünftigen weiteren Weg zu kümmern. |
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