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Berlin-Usedom vom 27.5.2011 bis 04.06.2011

Vor lauter nichts Tun zieht es mich wieder hinaus in die Welt. Ich packe also wieder meine sieben Sachen und lade alles auf mein Fahrrad. Ich weiß ja schon wie es geht und außerdem muss mein neuer Gepäckträger getestet werden. Nachdem mein Fahrrad in Brasilien >klick hier< angefahren wurde, habe ich ihn schweißen lassen, doch auf dem Transport von New Zealand nach Deutschland ist der an der selben Stelle wieder gebrochen. Mein erstes Fazit, der Neue hat gehalten.
Bevor ich wieder auf die Piste kann, muss ich meine Benzinflasche füllen, denn die brauche ich ja zum kochen. >klick hier< Ich radle also an die erste Tankstelle, fülle mein Behältnis, gehe bezahlen und kassiere von Kassierer einen deftigen Anschiss. Er klärt mich auf, dass man Benzin nur in spezielle dafür vorgesehenen Behältnisse abfüllen darf und außerdem muss ich mindestens zwei Liter tanken. Ja ich merke schon ich bin wieder in Deutschland. Da ich mich dieser derbe Ton doch sehr überrascht, gerate ich etwas außer mir und erkläre dem Mann hinter den Tresen, dass das Behältnis ein spezielles ist und ich auf meiner zwanzigmonatigen Weltreise zum befüllen meiner Benzinflasche noch nie 2 Liter tanken musste. Wohin auch mit den restlichen 1,4 l, schließlich habe ich dafür kein spezielles Behältnis. Das sieht er dann ein und lässt mich, nachdem ich die 83 Cent gelöhnt habe von dannen ziehen.
Der Radweg von Berlin nach Usedom, ca. 300 km, ist bestens ausgeschildert. Ich fahre erst mal von Marzahn nach Bernau um auf den Weg zu kommen. Kaum habe ich Berlin hinter mir bin ich auch schon mitten in der Natur.

Mitten im Wald steht dieses Herrenhaus das zur Zeit renoviert wird.
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Eine Oldtimerrallye, links und rechts im Bild.

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Meine erste Übernachtungsstation ist am Werbellinsee, schön ruhig und beschaulich.
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Ein Taubenturm

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Mittagspause
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Weiter geht es durch die schöne Uckermark bis nach Warnitz am Oberuckersee meine zweite Übernachtung.

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Ein beschauliches Plätzchen. Die Türe steht schon mal, oder noch?
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Ein Findling in der Nähe von Strelow. Es rangt die Sage dass es in grauer Vorzeit Riesen in der Gegend gegeben haben soll, die damit spielten. Oder wurden sie als Opfersteine verwendet?
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Schon wieder Mittagspause, diesmal in Prenzlau.
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Leider stehen in dieser Gegend viele Häuser leer und verwildern.
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Meine nächste Station ist Gut Schmarsow, das direkt am Weg liegt und Zimmer, Heuübernachtungen und begrenzte Zeltmöglichkeiten anbietet.
Hier kann man dem Storch auf dem Kamin beim klappern lauschen.

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Sogar eine ausgeschilderte Windradradtour wird hier angeboten.
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Ich glaube das war in Torgelow.
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Ueckermünde
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Am nächsten Tag erreiche ich die Ostsee und da sich der Himmel zuzieht übernachte ich im Regen in Grambin. Auch hier klappern die Störche auf den mit Riet gedeckten Häusern.

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Um auf die Insel Usedom zu kommen habe ich zwei Möglichkeiten, entweder nehme ich die Fähre oder ich fahre nach Anklam in einem großen Bogen über die Brücke. Ich entscheide mich für den großen Bogen, die Fähre wäre zu einfach.
Das Peenetalmoor

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Eine alte Mühle in Anklam.
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Die Brücke bei Anklam nach Usedom
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Damit wurde früher das Wasser gefördert.
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Usedom scheint ein wirklich beliebtes Urlaubsziel zu sein. Es fahren so viele Autos auf die Insel, dass ich Schwierigkeiten habe die Straße zu überqueren. Der Strand ist noch recht leer, zum baden ist es noch ein wenig zu kalt.

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Durch den Feiertag, Herrentag heißt das hier, und das verlängerte Wochenende ist es sehr touristisch. Ich schaue mir die Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin und Zinnowitz an.

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Drei unruhige Nächte bleibe ich auf der Insel und fahre am Sonntag nach Wolgast. Dort steige ich in den Zug und fahre wieder zurück nach Berlin.
Die imposante Brücke nach Wolgast.

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Die Insel Usedom hat lange Sandstrände, die Luft ist herrlich frisch aber mir war es einfach zu voll. Besser hat mir die Uckermark, das Peenetalmoor mit dem vielen ursprünglichen, verschlafenen Dörfern und der ruhigen Natur gefallen.

 

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