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Argentinien ab dem 10.12.2009 Richtung Süden nach Mar del Plata

Mit dem Zug habe ich mich vom Gewusel der Großstadt und der Vorstädte von Buenos Aires Richtung Süden entfernt. Nicht das neueste Modell aber der Sitzkomfort war sehr gut und der Service an Bord sucht seines Gleichen. Ein Betreuer hebt die schweren Koffer auf die Ablagen, hilft den älteren Damen ins Abteil und beantwortet geduldig alle Fragen.
Mein Fahrrad, das ich einen Tag vorher separat aufgegeben habe, kam auch unversehrt mit mir an.
In Mar del Plata erwarteten mich Regengüsse, kein ideales Radlerwetter. Der nächste Campingplatz ist 15 km entfernt und da muss ich heute noch hin. Als der Regen nachlässt, schaffe ich es gerade noch bevor es dunkel wird mein Zelt aufzubauen.

11.12.2009 Route Mar del Plata – Miramar 47 km, Ruta 11

Heute ist Sonnencremetag, der Himmel strahlt im aller schönsten Blau. Entlang der Küste fahre ich unzählige Kilometer immer geradeaus auf den Punkt am Horizont zu wo der Himmel die Erde küsst. In Miramar einem noch verlassenen Touristenort, übernachte ich auf dem Campingplatz.

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12.12.2009 Route Miramar - Centinela del Mar 63 km, Ruta durch die Pampa

Bis zum nächst größeren Ort sind es etwa 140 km die schaffe ich an einem Tag nicht, aber in der Touristeninformation in Miramar sagte man mir, dass es auf halber Strecke eine Campingmöglichkeit am Meer gibt.
Der Ort Centinela del Mar zählt nur ein paar Häuser und ich falle einem jungen Mann auf, der auf seinem Traktor durch die Gegend rast. Natürlich will er wissen wo ich hin möchte und nachdem ich ihm gesagt habe dass ich einen Platz zum zelten suche, zeigt er mir eine windgeschützte Stelle in den Dünen unweit vom Meer entfernt. Kurze Zeit später kommt er auf seinem Schimmel angeritten und er möchte, dass ich von ihm ein Bild mache. Marcello heißt der junge Mann und er kommt noch zwei mal mit dem Traktor vorbei um zu sehen ob ich noch was brauche. Später kommen noch drei Familien dazu, die das Wochenende hier verbringen.

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13.12.2009 Route Centinela del Mar – Quequen 77 km, Pampa und Ruta 88

Direkt am Meer kann ich nicht weiter ich muss auf die Ruta 88. Noch lange nicht in Patagonien angekommen, mache ich mit dem Wind der hier ungebremst über die endlose Weite weht Bekanntschaft. 17 km sandige Straße bei Gegenwind das ist absolut kein Vergnügen. Immer wieder muss ich absteigen und schieben, da meine Kraft nicht ausreicht, um gegen den Wind anzukommen. Der aufgewehte Sand fühlt sich in meinem Gesicht wie Nadelstiche an. Da ich mich dick mit Sonnencreme eingerieben habe, bleibt er natürlich kleben. Die 60 km auf der Ruta 88 mit seitlichem Rückenwind, fahren sich klasse. In Quequen bin ich auf einem sehr gepflegten Campingplatz.

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14.12.2009 Pause in Quequen.

Unzählige Lastwagen bringen das Wintergetreide aus der Umgebung hierher, um es auf Schiffe zu verladen.

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15.12.2009 Route Quequen – Tres Arroyos 140 km, Ruta 228

Diese Strecke nehme ich mir mal vor da es dazwischen keinen Campingplatz zum übernachten gibt. Zur Sicherheit packe ich aber genug Wasser und Lebensmittel ein, falls ich es nicht schaffe und irgendwo in der Pampa übernachten muss.
Bei Windstille geht es immer geradeaus ganz eben und fast wie in Trance trete ich in die Pedale. Vom Sog der LKW's die mich überholen, lasse ich mich immer wieder mitziehen. Am frühen Mittag komme ich in dem kleinen Ort Energia vorbei und ich weiß nun, dass ich es bis nach Tres Arroyos schaffen werde.
Rechts und links der Straße, werden auf riesigen Flächen Sonnenblumen, Getreide, Mais und Kartoffeln angebaut.
Als ich am Abend in Tres Arroyos auf dem Campingplatz ankomme, spüre ich meine Beine kaum noch und mein Hintern... nun ja, diese Nacht werde ich wohl auf dem Bauch schlafen, aber mit Stolz.

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16.12.2009 Route Tres Arroyos – Cnel. Dorrego 100 km, Ruta 3

Wenn ich an einem Tag 140 km schaffe, dann kann ich auch 100 km fahren. Leider starte ich bei Seitenwind. Als die Straße drei mal eine leichte Biegung macht, habe ich den Wind seitlich im Rücken und ich komme gut in Cnel. Dorrego an. Es gibt keinen Campingplatz, daher übernachte ich im Hotel.

Mittagspause an der Kapelle
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17.12.2009 Route Cnel. Dorrego – Bahia Blanca 92 km, Ruta 3

Geweckt werde ich an diesem Morgen vom Wind der um die Häuser pfeift und ich hege die Hoffnung dass ich ihn als Rückenwind abbekomme.
Beim Einkaufen am Morgen falle ich mit meinem bepackten Fahrrad auf. Im Laden und beim Bäcker muss ich immer wieder erzählen woher ich komme, wohin ich will, ob alleine und wie viele km ich am Tag fahre. Mit einiger Verspätung fahre ich los und ich habe starken Seitenwind.
Immer wieder muss ich aufpassen, dass mich der Wind nicht auf die Gegenfahrbahn bläst und häufig muss ich sogar absteigen und schieben. Das Ankämpfen gegen den Wind kostet mich so viel Kraft, dass ich nach etwa 30 km weiß, dass ich die Strecke nach Bahia Blanca nicht schaffen werde. Ich biege links ab auf die Ruta 249, jetzt habe ich dem Wind im Rücken und ich lasse mich 20 km nach Punta Alta schieben.
Der Campingplatz liegt 3 km außerhalb der Stadt, ist geschlossen, total ungepflegt und außer ein paar streuenden Hunden ist niemand zu sehen. Am Strand frage ich jemanden was mit dem Campingplatz los ist, der sagt mir, dass die Saison erst morgen beginnt. Also wieder 3 km zurück in die Stadt, bei Gegenwind und im Hotel übernachten.

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Die schwarzen Flecken auf dem Bild sind Kühe

18.12.2009 Pause in Punta Alta

Meine Haut im Gesicht, an den Armen, Händen und Füßen ist von der Sonne und dem Wind gänzlich überstrapaziert. Aber es geht mir trotz oder gerade wegen der Strapazen gut.

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Bei dem Muster an meinen Füßen könnte man die Sandalenmarke erraten.

Mate – Tee (Yerba – Mate)

Ein nicht wegzudenkendes Nationalgetränk in weiten Teilen Südamerikas ist der Mate – Tee, auch das grüne Gold der Indios genannt. Nach einer Gewöhnungsphase von drei Tagen ist dieser Tee auch zu meinem Lieblingsgetränk geworden.
Gewonnen werden die Teeblätter auch Yerba genannt vom Matebaum. Der lateinische Name ist llex paraguariensis und gehört zu der Gruppe der Stechpalmen. Mate hat viele Vitamine und ihm wird eine ganze Reihe positiver Eigenschaften nachgesagt. Im Gegensatz zum Kaffee vertrage ich Mate bestens.
Traditionsgemäß wird der Tee aus dem ausgehöhlten Kürbis, dem Mati, getrunken. Die getrockneten und zerkleinerten Teeblätter werden in den Kürbis gegeben und mit nicht mehr kochendem Wasser übergossen. Getrunken wird er mit der Bombilla, ein aus Metall oder Holz gefertigtes Röhrchen, an dessen Ende sich ein Sieb befindet, um die Teeblätter nicht mit zutrinken.

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19.12.2009 Regenpause Punta Alta

20.12.2009 Route Punta Alta - Bahia Blanka 30 km, Ruta 229 + 3

Bahia Blanca bedeutet weiße Bucht und der Ort wurde so genannt, weil sich das Wasser bei Ebbe weit zurück zieht. Leider ist aber von der weißen Bucht nichts zu sehen. Bahia Blanca ist eine Industriestadt und im Wasser sollte man nicht baden. Ich übernachte auf dem Campingplatz Munizipale, ein von der Stadt eingerichteter Platz für die Bevölkerung mit vielen Grillstellen. Am Sonntag Nachmittag sind einige Familien zum grillen da, doch um 19:00 Uhr leert sich der Platz und ich bin die einzige die im Zelt übernachtet. Ein wenig mulmig ist mir dabei schon. Doch die drei Amigos passen diese Nacht gut auf. Einer schläft direkt neben meinem Zelt, so dass ich ihn atmen höre.

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21.12.2009 Route Bahia Blanca – Pedro Luro 120 km, Ruta 3

In Bahia Blanca kaufe ich noch Obst und Gemüse für meinen Tagesbedarf ein. 20 km nach der Stadt beginnt Patagonien und ich komme in eine Fruchtkontrolle. Bestimmte Obst und Gemüsesorten darf man nicht nach Patagonien einführen da man verhindern möchte dass sich eine Krankheit, die vor ein paar Jahren aufgetreten ist, sich ausbreitet. Also mache ich eine verfrühte Mittagspause und verzehre mein Obst.

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Salzsee an der Ruta 3 kurz nach Bahia Blanca

22.12.2009 Pause
Kurz vor Pedro Luro ist ein Salzsee mir einem sehr hohen Salzgehalt. Meiner sonnenverbrannten Haut tut das Wasser sehr gut. Hier bleibe ich auf einem weniger einladenden Campingplatz.
In den letzten drei Tagen hatte der Luftdruck im hinteren Reifen nachgelassen, deshalb ist heute Fahrradflicktag. Durch das Gewicht des Gepäcks ist der hintere Reifen stärker abgenutzt als der Vordere, deshalb tausche ich die beiden bei der Gelegenheit auch gleich aus.

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23.12.2009 Route Pedro Luro – Bahia San Blas 71 km, Ruta 3 + 66 km Pampa

Die 71 km auf der Ruta 3 lassen sich bei Rückenwind bis Stroeder klasse fahren. Bei Stroeder biege ich dann ab und mühe mich auf der ungeteerten Straße bis J. B. Casas ab. Der Belag ist aus Sand, Felsen, grober Kies, feiner Kies....eben alles nur kein Teer. In Argentinien sind nur die Hauptverkehrsstraßen geteert, auch in den Städten ist das so.
Ab J. B. Casas wird die Straße dann etwas besser, dafür verschlechtert sich das Wetter zusehends und irgendwann schüttet der Himmel all seine Gaben direkt über mir aus. Unterstellen ist nicht möglich da es nichts gibt, also fahre ich einfach weiter. Nach einer halben Stunde hört es auf zu regnen und die Straße ist reiner Matsch.

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Wie ich mich so tropfnass durch den Matsch plage, hält ein junger Mann, der auf dem Nachhauseweg ist, an und nimmt mich und mein Fahrrad bis Bahia San Blas mit.

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24.+ 25.+ 26.12.2009 Pause

Bahia San Blas ist ein kleiner Touristenort und ein Anglerparadies. Der Strand und die Straßen werden von Kieselsteinen in allen Farben geziert.

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Muscheln in allen Varianten

27.12.2009 Route Bahia San Blas – Viedma, 66 km Pampa + 50 km Ruta 3

Da es nur eine Straße gibt, muss ich wieder zurück nach J.B. Casas. Der Ort besteht aus einem Supermarkt und etwa 5 Häusern. Hier biege ich links ab und komme nach 26 km wieder auf die Ruta 3 und fahre nach Viedma am Rio Negro.
Ein nettes Städtchen, doch leider ist der Campingplatz, der direkt am Fluss liegt, nicht sehr gepflegt.

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Pampa so weit man sehen kann

28.12.2009 Rute Viedma – San Antonio Oeste, 172 km Ruta 3

Auch wenn ich Rückenwind hätte würde ich die 172 km an einem Tag nicht bewältigen. Ich plane eine Übernachtung in der Pampa ein, denn dazwischen ist sonst nichts.
In Argentinien ist alles entlang der Straßen 5-6 fach eingezäunt, dabei ist es egal ob da was wächst oder nicht. Hunderte von Kilometern mit Stacheldraht und normalem Draht. Der Drahthersteller muss Milliardär sein.

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Jedenfalls ist es nicht so einfach ein geeignetes Plätzchen zum zelten zu finden. Auf etwa halber Strecke, der Zaun ist hier etwas weiter von der Straße entfernt, habe ich mir versteckt im Gebüsch eine ebene Stelle für diese Nacht ausgesucht. In diesem Moment halten vor mir zwei Autos, ein PKW und ein Transporter und zwei Männer steigen aus. Ganz selbstbewusst gehe ich auf die Beiden zu und frage sie ob ich ihnen helfen kann. Die Beiden meinen bei ihnen sei alles o.k. ob sie mir helfen können und ob sie mich mitnehmen sollen. Da die Beiden, (Vater und Sohn) ganz sympathisch aussehen, nehme ich das Angebot natürlich an und vor Freude macht mein Gemüt einen Hüpfer.
In San Antonio Oeste übernachte ich zum Glück in einem Hotel, denn in der Nacht fegt ein heftiger Sturm durch die Stadt. Auf dem Campingplatz hätte es mich davon geweht.

29.12.2009 Route San Antonio Oeste – Las Grutas, 15 km Ruta 2

Der Wind hält mich davon ab weiter zu fahren.

30.+ 31.12.2009 Pause, denn in Las Grutas ist es richtig schön. Ein belebter Touristenort in dem die meisten Häuser im arabischen Stil gebaut sind. Der Ort hat seinen Namen von den Grotten die sich entlang der Steilküste befinden.

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Unzählige Papageien brüten oben in der Wand und unzählige Touristen unten am Strand an Silvester 2009.
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Bei Ebbe wird eine breite Felsplatte sichtbar und man kann sehr schön am Strand entlang laufen. Ein herrliches Plätzchen.

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01.01.2010 Route Las Grutas – Sierra Grande 125 km Ruta 3

Endlich mal ein paar Berge in Sicht. In Sierra Grande übernachte ich im Hotel.

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Die Pampa blüht! Nur wenn man etwas genauer hinsieht, erkennt man, dass die Büsche blühen. Diese kleinen ziehrlichen gelben Blüten sind ganz schön stachelig.
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02.01.2010 Sierra Grande – Puerto Madryn 134 km, Ruta 3

Die ersten 50 km geht es immer bergauf und bergab und ich bin immer wieder am schieben. Danach gehts mit Rückenwind klasse weiter.

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03.01.2010 bis 06.01.2010 Pause in Puerto Madryn
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In Puerto Madryn halten wir Beide vergeblich Ausschau nach den Walen die im Golf Nuevo ihre Jungen zur Welt bringen. Leider sind sie schon im Dezember weiter gezogen.

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Auf ungeteerter Straße (17 km) mache ich einen Ausflug zum Punta Loma um eine kleine Seelöwenkolonie zu beobachten.

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Wenn man mit dem Fahrrad hier heraus fährt, sollte man einen Mundschutz mitnehmen, denn es ist eine staubige Angelegenheit.
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Ein Schiffswrak
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Natürlich darf der Besuch auf der Halbinsel Valdes (Peninsula Valdeś) nicht fehlen. Valdes steht seit 1999 unter dem Schutz der UNESCO. Zahlreiche Tierarten leben hier. Ich buche in Puerto Madryn eine Tour, denn mit dem Fahrrad ist es zu weit und die Straßen auf Valdes sind nicht geteert. In dem kleinen Ort Puerto Piramides gibt es zwar einen Campingplatz doch die Umrundung der Halbinsel mit dem Fahrrad ist an einem Tag nicht zu schaffen.

See-Elefanten die zur Zeit nicht nur ihr Fell erneuern sondern die ganze Haut. In dieser Zeit fressen sie nichts und liegen schlafend am Strand.
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Die Caleta Valdés
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Pinguine
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Seelöwen
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Hier wurde gerade ein Junges geboren.
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07.01.2009 Rute Puerto Madryn – Trelew 67 km, Ruta 3

In diesem Teilabschnitt wird zur Zeit die neue Ruta 3 gebaut. Teilweise ist sie schon geteert, teilweise planiert und teilweise ist sie schon mal eingezäunt.

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Immer wieder sehe ich entlang der Straße kleine rote Altare mit roten Fahnen. Die Legende besagt dass Gauchito Gil, was so viel heiß wie kleiner Gaucho, sich in eine reiche Witwe verliebt hat. Die Brüder der Witwe waren jedoch gegen ihn. Vor lauter Gram ist er zur Armee gegangen und kämpfte gegen die Paraguayos.
Als er im späteren Bürgerkrieg gegen seine Landsleute kämpfen sollte, desertierte er und wurde zum Robin Hood. Er bestahl die Reichen und gab die Beute den Armen. Als man ihn schließlich fasste und töten wollte, sagte er dem Henker dass sein kranker Sohn gesund würde, wenn er zu ihm beten würde, ansonsten würde sein Sohn sterben. Der Henker richtete Gauchito Gil trotzdem hin und als er nach Hause kam, fand er seinen Sohn krank vor. Er betete zu Gauchito Gil und sein Sohn wurde gesund.
Der Henker baute ihm ein Heiligtum und an vielen Plätzen entlang der Straßen findet man die Gedenkstätten.

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08.01.2010 Pause in Trelew

In Trelew besuche ich das Museum und mir wird bewusst was wir für kleine Wichte sind. Die meisten Funde stammen aus dieser Gegend.

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09.01.2010 Trelew – Rio – Gallegos

Die Strecke, 15 Stunden, fahre ich über Nacht mit dem Bus. Coche cama nennt sich das, Bus mit Bett. Die Entfernungen zwischen den Städten sind mir zu weit um sie mit dem Fahrrad zu fahren. Zudem bietet die Landschaft wenig Abwechslung und von der ewigen Pampa habe ich genug gesehen.Als ich in Rio Gallegos aus dem Bus steige friere ich an den Zehen. Barfuß radeln ist hier nicht mehr möglich, als erstes ziehe ich mir Socken an. Ich erlebte einen Temperatursturz von 20 Grad und vergeblich suche ich den Campingplatz. Außer dem Mann in der Touristeninfo kennt ihn auch keiner, also wieder ins Hotel. Das ist auch gut so, denn im Zelt wäre es zu kalt und zu stürmisch gewesen.

11.01.2010 Route Rio Gallegos – Laguna Azul 60 km, Ruta 3


Jedenfalls habe ich das so geplant. Etwa 20 km strample ich im kleinsten Gang gegen den kalten Wind Richtung Süden, mir frieren fast die Ohrläppchen ab. Als meine Knie anfangen zu schmerzen, frage ich mich ob ich das denn wirklich will. Aber die Neugierde auf diesen südlichsten Zipfel Südamerikas sagt natürlich ja klar, das musst du gesehen haben. Als die ersten Regentropfen fallen, bezweifle ich wieder ob ich das denn wirklich will zumal meine persönliche Wohlfühltemperatur bei 25 Grad beginnt. Wieder sagt die Neugierde, klar der Wind wird die Wolken vertreiben und die Sonne scheint gleich. Tut er aber nicht und als die Regentropfen in einen vom Wind getriebenen eiskalten Schauer übergeht, erinnere ich mich daran, dass ich immer auf die inneren und äußern Umstände geachtet habe. Hier fühle ich mich nicht wohl. Mit Rückenwind fahre ich zurück, nach fünf Minuten bin ich wieder im Trockenen und nach weiteren fünf Minuten scheint die Sonne. Mit Sicherheit werde ich diesen Flecken der Erde irgendwann besuchen, aber nicht heute und nicht mit dem Fahrrad.
Mein nächstes Ziel das ich ansteuere ist der Busterminal und ich buche einen Platz im Bus der mich nach Nordwesten, nach San Carlos de Bariloche bringt. 24 Stunden Busfahrt stehen mir bevor, viel Zeit zum ausruhen und nachdenken. Am 12.01.2010 um 7:00 Uhr geht es los.

 
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