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Argentinien, Buenos Aires, La Plata, Colonia (Uruguay) vom 06.11.2009 bis 09.12.2009

Die erste Station in Südamerika ist Argentinien. In Buenos Aires mache ich erst mal für einen Monat Pause, lerne spanisch und sehe mir diese gigantische Stadt an in der 13 Millionen Menschen leben. Nachdem ich mich 5 Monate körperlich verausgabt habe, ist es an der Zeit meine grauen Zellen mal wieder zu aktivieren.

Mein erster Eindruck von dieser Stadt ist: "Hier ist alles viel größer".
Buenos Aires ist eine Quadratstadt, die Straßen sind breiter und länger und die Hausnummer 3000 ist keine Seltenheit. Die Entfernungen werden in Blocks angegeben und die Straßen sind Einbahnstraßen, es geht immer im Wechsel hin und her. Ganz easy. Die Häuser sind höher, die Flasche Bier gibt es nur als 1 Liter und sogar die Gräber auf dem Friedhof sind die reinsten Tempel, sehenswerte und erstaunliche Bauwerke. Auch Argentiniens bekannteste Frau Evita Peron, hat hier ihre Ruhestätte. Aber ruhig ist es nicht, wenn man ihr Grab sucht, muss man nur dem Besucherstrom folgen.

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Buenos Aires liegt auf der Südhalbkugel, im November ist Frühling und an vielen Straßen blühen lila Bäume. Bei dieser Farbenpracht läuft mir das Wasser im Mund zusammen, denn ich habe die Assotiation Schokolade. Milka würde sich freuen. Ich labe mich an der argentinischen Spezialität Alfajor. Diese Seerose aus Metall öffnet sich am Morgen und schließt sich wieder am Abend.

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Für einen Monat habe ich mich im bezahlbaren Hostel A lo Garcia. http://www.hostelgarciabaires.com.ar eingemietet. Massenlager wie in anderen Hostels gibt es hier nicht, ich habe ein Einzelzimmer, Toiletten, Duschen und eine kleine Küche ist auf jeder Etage. Internet und WiFi sind vorhanden. Das Hostel liegt im Stadtteil Monserrat in der Straße Chile Nr. 1462 und ist ein idealer Ausgangspunkt um die Stadt zu erkunden.

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Die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden ist ideal und dies kann ich nur jedem empfehlen. An Fahrradstationen kann man sich Räder für wenig Geld ausleihen. Allerdings ist das Verkehrsaufkommen enorm und entsprechend ist die Abgaskonzentration, daran werde ich mich wohl nicht gewöhnen. Da auch die Gehsteige breiter sind, nutze sich diese, wenn möglich, als Radweg und keiner regt sich darüber auf.

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Nach La Boca zieht es wohl jeden Touristen, der Stadtteil mit den bunten Häusern. Tango wird zu live Musik getanzt und unzählige Händler bieten Souvenirs an. Natürlich gibt es Restaurants, wo man sich stärken kann.
La Boca ist ein Muss wenn man in dieser Stadt ist.

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Auch im Stadtteil Recoleta wird auf der Straße Tango getanzt, alleine zu und zweit.

Ein ganz anderes Gesicht hat Puerto Madero

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Buenos Aires liegt an der Mündung des Rio de la Plata, hat jedoch keinen Strand, aber den sehr schönen Naturpark Costanera Sur. Zum Baden läd das Wasser nicht ein, denn das Wasser des Rio de la Plata ist bedingt durch den lehmigen Schlamm, braun.

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Dieser Geselle lässt sich gerne bewundern.

Wenn man schon in der Gegend ist, sollte man einen Ausflug nach El Tigre machen. Ein weit verzweigtes Flussdelta mündet hier in den Rio de la Plata. Die Menschen wohnen direkt am Wasser und ein Boot ist hier eher angebracht, als ein Auto. Mit einem Touristenboot fahre ich hinaus und auf dem Rückweg erwische ich das Schulboot. Jedes Schulkind wird vom Kapitän direkt am Bootssteg abgesetzt. Meistens wartet da schon ein Familienmitglied samt Hunden auf die Ankömmlinge.
Will man mit den Nachbarn gegenüber ein Schwätzchen halten, kann man nicht einfach über die Straße laufen, nein man muss hinüber schippern.

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Museum Tigre
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Einkaufen beim Bootladen

Zurück nach Buenos Aires fahre ich mit dem Bus. Colectivo nennst sich das hier und es ist die kostengünstigste Art sich in der Stadt zu bewegen, ausser man läuft oder fährt mit dem Fahrrad.
Vor dem Kongress wird demonstriert, was des öfteren in Buenos Aires vorkommt und der gesamte Verkehr um das Gebäude ist lahmgelegt. Ich steige aus dem Bus aus um zum Hostel zu laufen.
Ein paar Hundert Trommler geben ihr Bestes und mein Bauch pulsiert mit den Trommelschlägen mit.

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Gegen Ende meines Aufenthalts in Buenos Aires mache ich eine Ausflug nach Uruguay. Mit der Fähre ist man in einer Stunde in Colonia del Sacramento.

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Das ist im Gegensatz zu Buenos Aires ein richtig beschauliches ruhiges Städtchen mit einer schönen Altstadt, die unter dem Schutz der UNESCO steht und somit zum Weltkulturerbe gehört.

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Blick vom Leuchtturm auf Colonia
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Wer was für alte Autos übrig hat, der ist hier genau richtig.
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Mit der Wiedereinreise nach Argentinien ist mein Touristenvisum erneut 90 Tage gültig.

Am 2.Advent sitzt man in Buenos Aires nicht bibbernd vor Kälte vor zwei Kerzen, sondern man tanzt auf der Straße Rumba, Samba, Tango... (auch an anderen Sonntagen)

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So langsam nehme ich Abschied von dieser quirligen, imposanten und interessanten Stadt. Einerseits hat mir Buenos Aires gut getan, andererseits freue ich mich dass es wieder weitergeht.

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