| Vom 04.03.2010 bis zum 06.04.2010 bin ich zum zweiten Mal in Argentinien. | ||||||||||||||
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04.03.2010 vom Pass – Uspallatata 80 km, Ruta 7 |
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Der Kontrollpunkt wo ich meine Stempel in den Pass bekomme, liegt allerdings 5 km vom Tunnel entfernt und ich komme problemlos durch die Kontrolle. |
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Puente del Inca war früher ein Thermalbad aus dessen Tiefe 60 Grad warmes schwefelhaltiges Wasser sprudelt. Die Brücke ist ein Kunstwerk der Natur und hat sich im laufe der Jahrhunderte durch die Ablagerungen gebildet. |
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Die Straße ist gut ausgebaut und führt am Rio Mendoza entlang, dessen Wasser bedingt durch die Sedimente, rosa schimmert. |
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Die beiden Jungs kommen mir entgegen, sind aus Argentinien und strampeln nach oben. |
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Uspallata liegt etwa 2000 m Hoch und ist in dieser kargen Bergwelt eine grüne Oase. Nachts wird es ganz schön kalt, daher suche und finde ich ein Hostel zum übernachten. |
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05.03.2010 Ausflug zum Berg der sieben Farben (Cerro del los Siete Colores) einfacher Weg 10 km |
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06.03.2010 Uspallata – Purmamarca 50 km, Ruta 7 |
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| Wer will kann mit dem Schlauchboot den Rio Mendoza hinunter fahren. | ||||||||||||||
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| Wie ein Schwalbennest klebt der alte Eisenbahntunnel am Berg. Frueher gab es eine Eisenbahnverbindung zwischen Argentinien und Chile. | ||||||||||||||
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Purmamarca liegt am gleichnamigen See und ich kann mein Zelt an einem öffentlichen Campingplatz, der an einem Fluss liegt, aufstellen. |
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07.03.2010 Purmamarca – Mendoza 70 km, Ruta 7 und 40 Lief super da es fast nur bergab ging. Von der kargen Bergwelt komme ich in eine grüne Oase in der viel Wein angebaut wird. |
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Mendoza vom 08.03.2010 - 20.03.2010 Das Erste das ich ansteuere ist belegt, das Zweite hat ein Zimmer frei, allerdings nur für zwei Tage dann würde ich in ein Mehrbettzimmer verlegt und kann dann nach einem Tag wieder in mein Zimmer, sagt die junge Dame. Gut, sage ich und denke mir, ich schau mir das mal für zwei Tage an und dann kann ich ja sehen ob ich mich da für zwei Wochen niederlasse. Auf den ersten Blick sieht das Zimmer passabel aus, es ist ruhig, das Fenster geht zum Hof, eine Küche ist auch vorhanden. Erst mal duschen, bei der letzten Übernachtung in freier Wildbahn, gab es keine Dusche und ich bin total verschwitzt. Die Badewanne und das Waschbecken, na ja, entweder sind das Kalkablagerungen oder es wurde in den letzten Monaten nicht geputzt. Nun zum Campingplatz. Der jung Mann in der Touristeninfo hatte mir von Campingplatz abgeraten, da er nicht so sicher und schön sei und auch etwas außerhalb vom Zentrum. Wie ich gegen Abend so dasitze kommt die Polizei zu Pferde daher geritten, gleich vier und ich denke was machen die denn da. Es wird auch recht lebhaft hier immer mehr Autos kommen, die Leute parken, steigen aus und laufen mit der Thermoskanne unter dem Arm und dem Matebecher in der Hand durch den Park. Als die Menge unübersichtlich wurde, fragte ich den Besitzer vom Campingplatz was den da los ist. Der meint, Spektakulum, Musica y Tango kostet 10 Pesos... Ich denke Musica? Also nichts mit schlafen, am Besten gehe ich auch hin und folge einfach der Menge die sich vor einem großen Tor staut. Als ich durch die erste Sperre war, sah ich dass die alle schon Karten in der Hand haben und ich 10 Pesos. Der Kontrolleur sagte, dass es keine Karten mehr gibt und ich denke wie blöd, jetzt muss ich gegen den Menschenansturm wieder zurück. In Musik, Tanz, Sprache und herrlichen Kostümen wird die Entwicklung Argentiniens dargestellt. Von der Entdeckung, Besiedlung, die Kriege, ...bis zum Heute. Die Aufführung ist so fantastisch, dass ich ganz hin und weg bin. Die Bühne wird je nach Epoche farblich angestrahlt oder von hinten beleuchtet, so richtig kann ich das nicht erkennen. Eine Dame übersetzt das Gesprochene in die Gebärdensprache. Es gibt vorne Rechts und hinten Links etwas erhoet zwei weitere kleine Bühnen auf denen getanzt wird. |
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Die Pferde waren immer mit dabei. |
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An dieser Stelle möchte ich zwei weitere Köstlichkeiten Argentiniens vorstellen. Dulce de Leche und Alfajores. Dulce de Leche ist eine cremige Masse die aus karamelisierter Milch hergestellt wird. Wie das genau gemacht wird, verrät natürlich keiner, denn jeder hat so sein Rezept. Den ersten Becher habe ich zum Kennenlernen von jemandem geschenkt bekommen. Mir hat das so gut geschmeckt, dass ich ihn gleich ausgelöffelt habe. Wonach es schmeckt? Nach Karamell und es zergeht auf der Zunge. Duelce de Leche kann man auf das Brot streichen, zum Backen verwenden oder einfach so essen. Alfajores habe ich ja schon mal in meinem Bericht erwähnt. Die sind rund, haben einen Durchmesser von etwas 5 cm, bestehen aus zwei Gebäckhälften, in der Mitte ist nichts geringeres als Dulce de Leche und zur Krönung ist außen herum Schokolade. Die gibt es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Meine lieblings Alfajores seht ihr unten und dazu trinke ich meistens Mate. |
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Mendoza Rund um Mendoza herum wird hauptsächlich Wein angebaut. Während meines Aufenthalts habe ich zwei Bodegas besucht. Ein Großbetrieb in dem 4 Millionen Liter Wein im Jahr produziert werden und ein Familienbetrieb der sich eher auf die Qualität des Weines spezialisiert hat. |
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Dem besonderen Klima ist es zu verdanken, dass hier auch Oliven sehr gut gedeihen. Interessant war es zu sehen wie Olivenöl hergestellt wird. |
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| Die Oliven werden zuerst gemalen und der Brei auf ein Sieb gestrichen. Mehrere der Siebe werden aufeinandergestapelt und anschliesend wird das Öl herausgepresst und gereinigt. | ||||||||||||||
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Das eigentliche Lebenselixier von Mendoza ist, jedoch nicht der Wein sondern das Wasser. Die Gegend ist extrem trocken und wird künstlich bewässert. |
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| Die lässt sich nicht stören. Man muss schon genau hinsehen um zu sehen was es ist. | ||||||||||||||
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Leider ist der Campingplatz sehr laut, sodass ich kaum schlafen kann. Als sich dann noch ein Nachbar zu mir gesellt der zum schlafen Musik braucht, buche ich kurz entschlossen einen Platz im Bus nach Salta. |
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In der Nacht von 20.03.2010 zum 21.03.2010 fahre ich mit dem Bus ca. 1300 km von Mendoza nach Salta. |
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Salta vom 21.03.2010 - 26.03.2010 |
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Salta bedeutet in der Sprache der Indios "die Schöne" und das ist die auch. Die indigene Bevölkerung überwiegt hier und mit den vielen schönen Häusern im spanischen Baustil macht die Stadt auf mich einen besonderen Eindruck. Ich habe mich auf dem Campingplatz einquartiert und mich in dieser Stadt sehr wohl gefühlt. |
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Über die Stadt hält San Bernhardino schützend seine Hand. Mit der Seilbahn kann man auf den Berg hinauf fahren, die Aussicht auf die Stadt genießen oder in dem schönen Park spazieren gehen.
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| In dem Amphiethester geben die Zierkaden ihr Bestes. | ||||||||||||||
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| Der Tren de Nubis fährt auch nach San Antonio De Los Cobres das kostet jedoch 120 USD. Mit dem Bus kommt man für 40 Pesos hin und zurück auch hin. Mit dem Fahrrad ist es etwas schwierig, da ein Erdrutsch einen Teil der Straße weggespühlt hat und man durchs Wasser muss. | ||||||||||||||
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| Hier oben bin ich auf 3780 m, in der Ferne sehe ich die Salinas Grandes weis schimmern. | ||||||||||||||
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| Warum die Menschen hier wohnen verstehe ich nicht, denn ausser Kakteen wächst hier nichts. | ||||||||||||||
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27.03.2010 – 06.04.2010 Salta – La Quiaca Ruta 9 ca. 700 km |
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Eine 4-spurige Schnellstraße, an der ein Radweg entlang verläuft, führt aus Salta heraus. |
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Nach dem Dorf Vaqueros wird sie jedoch einspurig und ich schaue drei mal auf die Karte um zu sehen ob ich auf dem richtigen Weg bin. Ganz gemütlich geht es bergauf und als ich den höchsten Punkt erreiche, begegnet mir ein Radler aus Salta, der mir versichert, dass es ab jetzt bergab geht. Recht hat er, durch einen Jungle fahre ich immer am Hang entlang bergab. Eine wunderschöne Tour allerdings wenn zwei LKW sich begegnen wird es eng. |
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In El Carmen übernachte ich auf dem Campingplatz, der direkt an der Straße liegt. Irgend jemand hat in dieser Nacht ein Loch in meine Zeltunterlage geknabbert. |
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Am nächsten Tag habe ich keine Lust auf eine Großstadt und lasse daher Jujuy rechts neben mir liegen. Im Dorf Yala nächtige ich wieder auf dem Campingplatz. Der Besitzer hat eine beachtliche Kakteensammlung. |
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| Der Rio Grande de Jujuy | ||||||||||||||
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| Hier werden Kakteen angebaut, derern Früchte sind essbar. | ||||||||||||||
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| Ein seltenes Pflänzchen das ich zuvor noch nie gesehen habe. | ||||||||||||||
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| Indios die von den Bergen herabkommen um ihre Waren zu verkaufen. | ||||||||||||||
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| Aus Blütenblättern hergestellte Bilder. | ||||||||||||||
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| Das Dorf ist geschmückt und es werden Fähnchen und Rosenkränze in den Farben schwarz, weis, hellblau und rosa, verkauft. | ||||||||||||||
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Akustisch erinnert mich das an die Basler Fasenacht. |
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Die ganze Gegend weist auf eine vorspanische Besiedlung hin, die bis auf das Jahr 10.000 v. Ch. zurückgeht. |
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Riesige uralte Kakteen wachsen auf dem Hügel. |
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| Die Jahresringe eines Steines | ||||||||||||||
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Als ich am Karfreitag in Humahuaca ankomme, wird hier Semana Santa gefeiert. Da ich aber zu müde bin, schaue ich mir das Spektakel nicht an. |
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Humahuaca liegt 2936 m hoch und ist eine Geschichtsträchtige Stadt. In der Gegend wurden während des Unabhänigkeitskrieges die Spanier in 14 Schlachten geschlagen. Das Denkmal, Monumento a los Heros de la Independencia, soll an die Schlacht erinnern und ist der argentinischen Armee gewidmet. |
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| Leider konnte ich noch nicht herausfinden wie dieser stachelige Busch heist. Man sollte ihm nicht zu nahe kommen. | ||||||||||||||
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Um mich an die Höhe zu gewöhnen bleibe ich bis Ostermontag auf dem Campingplatz, denn ab hier geht es bis nach Tres Cruces auf 3780 ü. M. nochmals kräftig aufwärts. Schieben ist angesagt, keuch. Bald kann ich in die Wolken greifen. |
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| Wieder bunte Felsen | ||||||||||||||
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| Welche Kräfte hier am Werk waren um das Gestein zu formen. Im Vordergrund die alte Eisenbahnbrücke. | ||||||||||||||
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| Süß was? | ||||||||||||||
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In Tres Cruces würde ich gerne übernachten aber es ist nur ein kleines Dorf in dem die Minenarbeiter wohnen. Zwei Minen gibt es hier aus denen Mineralien gefördert werden. Glücklicherweise geht es aber jetzt abwährts nach Abra Pampa. |
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Abra Pampa macht auf mich einen recht unatraktiven Eindruck. Es ist schon dunkel als ich endlich ein akzeptables Hotel gefunden habe, denn Campinplatz gibt es hier keinen. |
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Die Menschen leben von der Landwirtschaft, ich sehe Lamas, Kühe, Schafe, Ziegen und Esel. Wie es sich für Argentinien gehört ist auch alles ordentlich eingezäunt. |
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Meine vorerst letzte Station in Argentinien ist La Quiaca, hier überquere ich am 07.04.2010 die Grenze nach Bolivien. |
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