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Auf dem Amazonas von Belem nach Yurimaguas Amazonien vom 30.09.2010 bis 31.10.2010 30.09.2010 – 02.10.2010 Rio de Janeiro – Belem 3267 km (Bus) In 54 Stunden fahre ich mit dem Bus von Rio de Jainero ins Amazonasgebiet nach Belem. |
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03.10.2010 – 05.10.2010 Belem |
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| Auch eine Möglichkeit eine Telefonzelle zu gestalten. |
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| Das ist ein Denkmal für die indigenen Ureinwohner. |
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| Der Markt entlang der Uferpromenade. Da heute Sonntag ist, geht es eher ruhig zu. Hier gibt es alles zu kaufen, auch Hängematten. |
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| In der Stadt gibt es sehr schöne alte Häuser, manche sind gepflegt, andere verkommen total. |
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| Das Theater von Belem. |
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| In einem Park. |
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Auf dem Markt am Hafen kaufe ich für meine Weiterreise eine Hängematte. Auf den Amazonasschiffen reist man in der selbst mitgebrachten Hängematte. Die Auswahl reicht von basic, grau mit Streifen, bis zur Luxushängematte, bestickt mit Fransen dran. Da ich sie nicht allzu lange im Gebrauch habe, entscheide ich mich für die einfachere Variante. |
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05.10.2010 – 08.10.2010 Belem – Santarem (Schiff auf dem Amazonas) Das Schiff soll um 18:00 Uhr ablegen, aber da ich um 12:00 Uhr schon aus dem Hostel ausgescheckt habe, mache ich mich gemächlich auf den Weg zum Hafen. Als ich beim Schiff ankomme, schaukeln die ersten Fahrgäste schon in ihren Hängematten. |
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Gut dass ich so früh gekommen bin, denn die besten Plätze sind schnell weg. Die letzten bekommen die Plätze bei den Toiletten und Duschen oder quetschen sich irgendwo in die Mitte. |
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Die Ausstattung der sanitären Anlagen ist basic, aber gut da geht man nur hin wenn es unbedingt sein muss. |
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| Erteile ein klein wenig Deutschunterricht an meine Hängemattennachbarn und fungiere gelegentlich als Babysitter. Es ist einfach herrlich, gemütlich und nett, keineswegs langweilig. Nur meine Hängematte die könnte etwas größer sein. Gelegentlich drehe ich ein paar Runden auf dem Schiff und beobachte dabei wie mutige Amazonasbewohner mit ihrem Einbaum das Schiff entern um an Bord zu kommen um uns ihre Waren zu verkaufen. |
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| Kinder die an das Boot heranbaddeln in der Hoffnung dass sie etwas bekommen. Ein paar Mutige fahren in die Wellen und freuen sich üder das Schaukeln. |
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Ich dusche öfters am Tag, denn nach dem Duschen fühlt es sich genau so an wie vor dem Duschen. Das Wasser kommt aus dem Fluss und dahin geht es auch wieder zurück. |
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Mit meiner hellen Haut und den hellen Haaren bin ich natürlich die Exotin hier. Hauptsächlich die Kinder beäugen mich ausgiebig. |
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| Hier wird einiges an Waren den Strom herauf und herunter geschoben. |
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Ab und zu halten wir an und jedes mal kommen Händler am Bord um und ihre Waren anzubieten. Es gibt Käse oder Flusskrebse. Ich warte auf Früchte, aber leider gibt es keine. Da es schon lange nicht mehr geregnet hat sind viele Zuflüsse des Amazonas ausgetroknet und so können die Bauern ihre Erzeugnisse nicht in die Städte transportieren. Der Wasserstand des Amazonas ist so niederig wie schon lange nicht mehr. |
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| Mit dem großen weissen Schiff bin ich gefahren. |
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08.10.2010 -11.10.2010 Santarem Um die Mittagszeit sind wir in Santarem angekommen. Mein Plan war es mit dem Fahrrad gleich weiter zu fahren nach Altar da Chao, aber es war einfach viel zu heiß. Das Museum in Santarem |
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Santarem ist ein nettes Städtchen ich bleibe hier und fahre für einen Tag mit dem Bus nach Altar de Chao. |
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11.10.2010 – 13.10.2010 Santarem – Manaus (Schiff auf dem Amazonas) Bevor ich losfahre decke ich mich noch mit 3 Liter Wasser und ein paar Keksen ein. Bananen möchte ich mir auch noch kaufen, aber die haben nur noch ein paar verschrumpelte da. Na, vielleicht finde ich auf dem Weg zum Schiff noch welche, denke ich mir. Tatsächlich steht da auch ein Bananenverkäufer an der Straße, aber irgend etwas hält mich davon ab mir welche zu kaufen. |
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So, von mir aus kann es los gehen! Aber bevor nicht alle Bananen an Bord sind passiert nichts. |
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Dann geht es los, aber nach 5 Minuten kommt die Wasserpolizei an Bord und überprüft die Schwimmwesten. Einige werden entfernt, dann fährt das Polizeiboot weg und wir steuern eine Sandbank an und warten und warten... Dann kommt das Polizeiboot zurück und verschwindet nach 5 Minuten wieder und erst jetzt kann es los gehen, mittlerweile ist es 15:00 Uhr. |
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| Normalerweise steht hier alles unter Wasser. |
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| Bei Sonnenaufgang kommen wir in Manaus an. |
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| Manaus vom 13.10.2010 - 15.10.2010 |
| Das erste was mir auffällt als ich an Land gehe, ist die Brücke die gerade gebaut wird und das Schild an der Hafenmauer das die Wasserstände anzeigt. |
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| Ganz schön was los wenn ein Schiff ankommt. Ich finde die Amazonasschiffe einfach schön. |
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Manaus ist die dreckigste Stadt die ich bis jetzt in Brasilien gesehen habe. Die Menschen werfen den Abfall einfach auf die Straße oder in den Fluss und die Stadtverwaltung kümmert sich einen Dreck um den Dreck. |
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| Ein fast ausgetrocknetes Flussbett, wenn das Wasser weg ist kommt der Müll zum Vorschein. |
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Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich einen Apfelbuzen in den Amazonas werfe. Jedenfalls wird es in 10 000 Jahren eine Fundgrube für die Archäologen sein. |
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Dahinter ist das ehemalige Justizgebäude, in dem derzeit eine Ausstellung dieser Skulpturen ist. Das sind echt gute Arbeiten, alle werde ich natürlich hier nicht veröffentlichen. |
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Den botanischen Garten hätte ich auch gerne besucht, leider hat er geschlossen. Aber im Eingangsbereich finde ich diese interessanten Pflanzen. |
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Mein Hängemattenabenteuer geht natürlich weiter und wieder in einer neuen Hängematte. Im Hostel habe ich einen jungen Mann aus Deutschland getroffen, der am Morgen in aller Frühe aufs Schiff musste und keine Hängematte hatte. Also habe ich ihm meine verkauft und ich habe mir wieder eine neue Hängematte gekauft. Mal sehen wie ich darin schlafen werde. |
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15.10.2010 - 20.10.2010 Manaus - Tabatinga (Schiff auf dem Amazonas) |
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Jede Etappe auf dem Amazonas ist eine spezielle, jedes Schiff, dessen Fahrgäste, die Crew und die Abläufe auf dem Schiff habe ihre Eigenarten. Schon der Weg auf das Schiff war dieses mal ein ganz anderer. Der Fahrkartenverkäufer sagte mir ich soll um 9:00 Uhr da sein, mit dem Taxiboot werde ich dann auf das Schiff gebracht, um 14:00 Uhr ist Abfahrt. Ich sage ihm dass ich auch mit dem Fahrrad hinfahren kann, denn ich möchte nicht auch noch was für die Taxibootfahrt bezahlen. Er meinte das kostet nichts, o.k. |
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| Ganz in der Nähe von Manaus treffen der Rio Negro und der Rio Solimoes aufeinander und fließen etwa 6-7 km nebeneinander her ohne dass sich das Wasser vermischt. Meeting of the Water heißt die Stelle, wir passieren sie nach etwa einer Stunde fahrt. Wie Kaffee und Milch, nach dem Zusammenfluss gibt es Milchkaffee. |
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Der erste Tag ist ein reiner Orientierungstag, ist doch alles neu außer dem braunen Fluss und dem Ufer. Als ich am Abend gerade dusche erklingt ein dreimaliger Klingelton. Was hat das wohl zu bedeuten? Wie ich aus der Dusche komme, sind alle schon am Essen. Aha, 3 x klingeln = essen fassen. Ich schnappe meinen Kochtopf von meinem Campinkoch-Set und einen Löffel und folge dem Duft nach unten. Mit einer riesigen Kelle schöpft mir der Koch aus einem riesigen Kochtopf, Eintopf in mein Behältnis. |
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Mehrmals am Tag tutet es, mit der Zeit erkenne ich deren Bedeutung. 3 x tuten bedeutet für den Maschinisten, ACHTUNG. 2 x tuten bedeutet halbe Fahrt, bei einem einmaligen tuten drosselt er die Maschinen nochmals. Tutet es wieder 2 x dann steigert sich die Geschwindigkeit und bei einem dreimaligen tuten geht es wieder auf volle Fahrt. Da der Wasserstand sehr niedrig ist, wiederholt sich das ganze des öfteren am Tag und in der Nacht. |
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Nach dem Mittagessen macht die Hitze jede Aktion zunichte. Selbst das Denken treibt einem die Schweißperlen an die Peripherie des Körpers. Ich gebe mich der Tiefenentspannung in der Hängematte hin. Als ich wieder aufwache hängt der Himmel voller Wolken und die Schwüle ist unerträglich geworden. |
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Der Tagesablauf bleibt im großen und ganzen immer der gleiche. Ich lasse die Zeit wie die Uferlandschaft mit dem dahinter liegenden undurchdringlichen Regenwald an mir vorbeiziehen. Am Abend genieße ich die herrlichen Sonnenuntergänge. |
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Siedlungen gibt es in diesem Abschnitt des mächtigsten Stroms dieser Erde, nur ganz wenige. Einmal kommt ein Amazonasbewohner an das Schiff und verkauft Acai. Das ist ein tief roter, dicker Fruchtsaft. Er schmeckt ohne Zucker etwas herb, aber da er sehr gesund sein soll, kaufe ich ihm eine Plastiktüte voll ab, gieße sie in meinen Kochtopf und löffle sie aus. |
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Wenn wir nahe am Ufer fahren, hört man die Laute der Urwaldbewohner. Gelegentlich flattern Schmetterlinge über das Schiff, Schönheiten die ich zuvor noch nie gesehen habe. Ich wünsche mir, dass sie für ein Photoshuting stillhalten um sie in meine Photosammlung aufnehmen zu können. Aber da es auf dem Schiff keine Blüten gibt flattern sie weiter ans andere Ufer. Wie bei Hempels unterm Sofa sieht es über und unter den Hängematten aus. |
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Am Dienstag den 19.10.2010 machen wir in Santo Antonio de Ica die erste längere Pause. Die Ankunft des Schiffes, das eine Menge Waren in die Stadt bringt, wird schon sehnsüchtig erwartet. |
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Ich passe auf, dass nicht aus Versehen mein Fahrrad abgeladen wird.
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Ein eingespieltes Team läd den Wochenbedarf an Bier ab. Erst kommen die kleinen Gebinde dann die Großen. Die Jungs strotzen vor Muskeln.
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| Hier wird Fisch verkauft, muss was besonderes sein, denn in 10 Minuten ist er weg. |
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| Unser Koch stemmt eine Wassermelone. |
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Am Mittwoch den 20.10 2010 halten wir in Sao Paulo de Olivenca, auch hier wird wieder Ware ausgeladen. Da hier einige der Mitreisenden das Schiff verlassen, habe ich endlich viel Platz um mich in meiner Hängematte auszustrecken. |
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Am Donnerstag den 21.10.2010 um 3:30 Uhr werde ich durch lautes Gerede aus dem Tiefschlaf gerissen. Als ich zur Toilette gehe, sitzen da vier junge Frauen auf ihren Hängematten und ratschen wie beim Nachmittagskaffee. Alle vier aufgetackelt bis in die letzte Haarspitze und in High Heels. Als ich sie frage was los ist, meinen sie, wir sind da. Ich schaue hinaus und sehe nichts als dunkle Nacht und dass das Schiff immer noch volle Fahrt hat. Schlafen konnte ich natürlich nicht mehr und nach zwei Stunden waren wir dann auch tatsächlich in Tabatinga. |
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Ich entscheide mich für Peru. Peru liegt aber auf der anderen Seite des Flusses und um dahin zu kommen, muss ich mit dem Taxiboot über den Fluss nach Santa Rosa. Von Santa Rosa aus gibt es zwei Möglichkeiten um nach Iquitos zu kommen, entweder mit dem Speedboot oder mit dem Slowboot. Das Speetboot braucht 11 Stunden und fährt täglich um 5:00 Uhr in Santa Rosa ab. Das Slowboot braucht 3-4 Tage und fährt irgendwann von Santa Rosa nach Iquitos. Da ich mein Fahrrad nicht mit dem Speedboot befördern kann, nehme ich halt das Slowboot. Ich miete mich mal für eine Nacht in Santa Rosa in einer Poussada ein, schwitze so vor mich hin und harre der Dinge. |
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Santa Rosa besteht hauptsächlich aus einer 3 km langen Straße in der sich das Leben abspielt. Fast jedes Haus in der Straße mach mit irgendwas ein Geschäft. Jeder der in dieser Ecke der Welt von Kolumbien oder von Brasilien nach Peru reisen will, oder umgekehrt, muss durch dieses Dorf. Hier ist die Migration und von hier fahren die Schiffe ab. |
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Ein Taxiboot, damit überqert man den Fluss.![]() |
Der Reis ist reif und wird von Hand vor der nächsten Regenzeit geschnitten.![]() |
Da drüben ist Kolumbien.![]() |
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22.10.2010 – 25.10.2010 Santa Rosa – Iquitos (Schiff auf dem Amazonas) |
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Weiter geht die Durchquerung des Kontinents auf dem Wasserweg. |
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Um 12:00 Uhr soll das Schiff ankommen, um 14:30 Uhr ist es dann auch tatsächlich da und um 19:00 Uhr geht es dann auch tatsächlich los. Der erste Stopp den ich bewusst mitbekomme, ist im Morgengrauen in Caballococha. |
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Kisten werden mit Eis zum kühlen der Fische gefüllt, die mit einer Kettenwinde auf das Schiff gehievt werden und mit nach Iquitos gehen. |
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Da Wochenende ist, sind viele unterwegs um Verwandte zu besuchen, ständig habe ich neue Hängemattennachbarn. Wie ein Bus sammelt das Schiff die Wartenden der Dörfer am Ufer auf. Das schöne ist, ich kann mich wieder einigermaßen gut verständigen, Mann – Frau spricht spanisch. Links neben mir hat sich Jose, ein älterer Herr niedergelassen an dessen Händen die vorderen Fingerglieder fehlen und erst im weiteren Verlauf der Reise sehe ich, dass auch seine Füße in Spezialschuhen stecken. Jose kennt wohl jeden, denn er wird oft gegrüßt und viele halten mit ihm ein Schwätzchen. Von mir will der alles wissen und ich erzähle ihm von meiner Reise. Sehnsüchtig meint er, wie schön muss es sein um die Welt zu reisen. |
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Beim betrachten der Dörfer fühle ich mich um 200 Jahre zurückversetzt. Ich bin zwar noch nicht so alt, aber ich kann mir vorstellen, dass es in manchen Dörfern in Deutschland so ähnlich ausgesehen haben könnte. Mir wird bewußt dass ich in der ersten Reihe, in diese Welt hinein geboren wurde. |
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Kein Strom, kein fließend Wasser, kein Festnetz, Sandwege und die Kinder springen Barfuß umher. Gelegentlich sehe ich eine Satellitenschüssel auf einem Dach, der Strom liefert ein Generator. Wenn das Schiff kommt, steht das ganze Dorf am Ufer. |
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Diese Etappe auf dem Amazonas bietet eine Menge Abwechslung, denn es sind vier Mitreisende aus Deutschland und zwei junge Kolumbianer an Bord. Die beiden Kolumbianer haben sich zum Ziel gesetzt 300 Angelruten, die sie in Kolumbien erstanden haben, in Peru zu verkaufen. Denen begegne ich noch 2x in Iquitos, immer mit Angelruten bestückt, die sie an den Mann bringen wollen. Bei der ersten Begegnung hatten sie noch keinen Erfolg, bei der 2. Begegnung hatten sie bereits 5 Angelruten verkauft. Ich wünsche ihnen viel Erfolg! |
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25.10.2010 – 27.10.2010 Iquitos |
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Iquitos wurde einstmals von einem Jesuitenorden gegründet und erlebte im 19. Jahrhundert ihren Auf- und Abschwung durch den Kautschukboom. Heute leben in der Stadt mitten im Jungle, die nur mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug zu erreichen ist, etwa 400 000 Einwohner. |
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| Man beachte die Aircondition des Sitzes! |
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| Collectivo heißen diese Busse, sie sind die preiswertere Variante des Transportes. Einfach auf das Video klicken, dann kann man das gesurre miterleben. |
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Amazonien, Peru, Iquitos from reisendleben on Vimeo. |
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Während der Regenzeit steht hier alles unter Wasser und die Häuser schwimmen obern auf.![]() |
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Zusammen mit Isa und Stefan quartiere ich mich in einem Hostel ein und gemeinsam besuchen wir den Markt im Stadtteil Belen. Ich habe ja schon in Asien einige kunterbunte Märkte gesehen, aber das ist mit Abstand der unhygienischste. Während der Regenzeit stehen große Teile von Belen, wo 60 000 Menschen ihr Dasein fristen, unter Wasser und man kann mit dem Boot durch den Markt schippern. Hier ein ganz kleiner Auschnitt von der Vielfalt des Marktes. |
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Keine Ahnung wer wie die Rinderfüße zubereitet und ißt. |
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Die Kuttelabteilung (Schweinemagen) |
Dazwischen etwas Obst und Gemüse.![]() |
Die Fischabteilung.![]() |
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Was für ein Kraut wohl in den Zigaretten ist?![]() |
Dass Schildkröten geschützt sind das interessiert hier keinen. Die noch lebenden liegen gefesselt unter dem Tisch.![]() |
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Von Isa und Stefan verabschiede ich mich, die Beiden setzten ihre Reise auf dem Luftweg fort. Wo sie schon überall waren und wo sie noch überall sein werden kann man auf ihrer HP >klick hier< nachlesen. Euch kennen zu lernen und mich mit euch auszutauschen war für mich eine besondere Freude. Die Erde ist ja bekanntlich rund und wer weiss vielleicht kreuzen sich unsere Wege nochmals. |
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Schmetterlinge gehören zu meinen Lieblingstieren und auf einer Karte sehe ich, dass in der Nähe eine Schmetterlingsfarm ist. Um dahin zu kommen fahre ich zunächst mit einem Töfftöff zum Puerto y Mercado de Bellavista Nanay und steige dann um in ein Collectivoboot das mich auf dem Nanay River in 20 Minuten zu dem Ort Padre Cocha bringt. Da warten schon weitere Töfftöffs, mit einem lasse mich zur Schmetterlingsfarm kutschieren. |
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Vor vielen, vielen Jahren kam Gudrun Sperrer aus Österreich an diesen Ort um die Schmetterlingsfarm zu gründen. Immer wieder wurden auch Jungtiere zu ihr gebracht die sie aufgezogen hat. Gudrun hat eine Fülle an Wissen nicht nur über Schmetterlinge und ich empfehle jedem der in diese Gegend reist, die Farm zu besuchen. Mehr kann man auf ihrer Webseite >klick hier< erfahren. |
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So einen großen Schmetterling habe ich noch nie gesehen.![]() |
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Da laust mich doch tatsächllich der Affe.![]() |
| Der rote Huacary ist eine vor dem Aussterben bedrohte Affenart, die es nur im Amazonasgebiet gibt. Als Babys wurden sie bei Gudrun abgegeben, die sie aufpäppelte. |
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Auch Pedro Bello, der prachtvolle Jaguar kam als Baby hier her.![]() |
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27.10.2010 – 31.10.2010 Iquitos – Yurimaguas (mit dem Schiff auf dem Amazonas) |
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Für die Brasilianer und Peruaner ist es unverständlich dass eine Frau alleine reist. Entweder reist Frau mit einem Mann, einer Familie, einer Freundin oder mit einem Amore. Wenn nicht, dann sucht man sich einen oder eine auf dem Schiff. So werde auch immer wieder gefragt wie ich heise, woher ich komme, ob ich verheiratet bin und wie alt ich bin. Nachdem ich immer alles wahrheitsgemäß beantwortet habe, bekomme ich von den alleinreisenden Herren, egal welchen Alters, ein eindeutiges Angebot. Da ich aber kein Interesse an einem Techtelmechtel mit den Herren habe, lehne ich ab. Nach weiteren 5 Minuten Smalltalk ziehen sich die Herren dann auch ohne aufdringlich zu werden, wieder zurück. |
Viele Schiffe warten auf die Weiterfahrt.![]() |
| Da der Wasserstand sehr tief ist, muss die Ware auf das Schiff und vom Schiff getragen werden. |
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Wo diese Busse wohl hinreisen?![]() |
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Nach dem Frühstück sagt man uns dass dieses Schiff auch heute nicht fährt, sondern das Nachbarschiff. Ich beobachte wie die ganzen Waren samt meinem Fahrrad auf das Nachbarschiff verladen werden. Nach dem Mittagessen ziehen dann auch die Passagiere auf das Nachbarschiff um. Wir sind ja schon sehr am rätseln ob das Schiff heute abfahren wird. Tatsächlich, pünktlich um 18:00 Uhr wird der Motor angeworfen und ab geht die Fahrt. Ich gehe nochmals nach unten um nach meinem Fahrrad zu sehen, aber Alberto der Zuständige für den Warentransport, versichert mir dass es da ist. |
Eine einfache Hütte auf dem Fluß.![]() |
Ein Dorf wartet auf die Ankunft des Schiffes. Viele der Frauen kommen an Bord um Früchte und selbst zubereitete Speisen zu verkaufen.![]() |
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Sie fahren ein Stück mit und werden von den Angehörigen beim nächsten Halt wieder abgeholt.![]() |
Immer wieder wird Reis zugeladen, der in die Städte geliefert wird.![]() |
Ein blinder Passagier, der schon bei Tagesanbruch anfängt zu quaken und erst aufhört nachdem er was zu fressen bekommen hat.![]() |
Auch hier fließen zwei Flüsse mit unterschiedlichen Sedimenden zusammen.![]() |
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Wie große weise Blüten sehen die Vögel auf den Bäumen aus.![]() |
| Mit diesen beiden stimmungsvollen Bildern verabschiede ich mich aus Amazonien. Die einmonatige Reise auf dem Amazonas quer durch den südamerikanischen Kontinent war eine wunderbare Erfahrung und gehört zweifellos zu den Highlights meiner Weltreise. |
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